50 Jahre Kantonsschule Rämibühl

Am 3. Mai 1971 wurde der Neubau der Kantonsschule Rämibühl offiziell eingeweiht, der bis heute dem Realgymnasium, dem Literargymnasium und dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium dient. Im heftig geführten Abstimmungskampf um den Baukredit hatten die Gegner das Projekt unter anderem mit dem Slogan der «falschen Schule am falschen Ort» bekämpft. In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Kantonsschule Rämibühl unbestritten als die «richtige Schule am richtigen Ort» erwiesen. Von der zentralen Lage im Herzen Zürichs und der Nähe zu Hochschulen und Kultureinrichtungen profitierten die drei Gymnasien auf unterschiedlichste Weise. Der nach Plänen Eduard Neuenschwanders harmonisch in das Gelände und den alten Baumbestand der ehemaligen Villengärten eingebettete, der organischen Moderne verpflichtete Schulcampus erscheint als Parklandschaft mitten in der Stadt. Der Neubau der Kantonsschule befreite die Gymnasien aus engen, veralteten und über das Quartier verstreuten Unterrichtsräumen und ermöglichte dank moderner Schulinfrastruktur, Aula und Mensa nicht nur einen zeitgemässen Schulbetrieb, sondern auch eine Öffnung der Schule gegen aussen. Seit der Eröffnung hat sich die Schulkultur gewandelt und die Grösse der Schulen stark zugenommen, doch die als flexibel einteilbare Betonskelettbauten konzipierten, im Detail sorgfältig gestalteten Gebäude haben sich als sehr anpassungsfähig erwiesen, so dass sie, ohne ihren Charakter verloren zu haben, auch heutigen Bedürfnissen entsprechen. Die Grünoase des Parks und die architektonische Qualität von Neuenschwanders Kantonsschule Rämibühl bietet allen, die auf dem Schulcampus lernen, lehren, arbeiten und sich erholen, eine hohe Lebensqualität, für die wir dankbar sind.