Geographie

Viele Schülerinnen und Schüler, aber auch manche Erwachsene verstehen unter dem Begriff Geographie in erster Linie die Lehre von der Lage wichtiger Länder, Städte, Gebirge, Seen usw. Tatsächlich ist diese so genannte Briefträger-Geographie eine Voraussetzung, um unseren Lebensraum genauer kennen zu lernen und um uns orientieren zu können. Aber bereits das Betrachten einer Gewitterwolke oder die Vorbereitungen für eine Abenteuerreise machen klar, dass zum umfassenden Verständnis des Raumes auch viele andere Kenntnisse und Fertigkeiten, aber auch Einsichten und Erfahrungen vonnöten sind.

Die Geographie (= Erdkunde) ist heute eine moderne Wissenschaft an der wichtigen Nahtstelle zwischen den Natur- und Sozialwissenschaften. Es gibt zahlreiche Bereiche der Überschneidung mit den Nachbarwissenschaften, so zum Beispiel mit der Biologie oder der Chemie. Geographen beschäftigen sich mit der Wesensart der Erde, mit ihrer komplexen räumlichen Struktur sowie mit dem raumwirksamen Tun und Handeln des Menschen. Der Mensch rückt zusehends in den Mittelpunkt, verändert er doch die Umwelt in immer stärkerem Masse. Dabei schafft er auch eine Vielzahl von Problemen, die es zuerst einmal zu verstehen gilt.

Die Lehrpersonen bieten einen abwechslungsreichen, interessanten und praxisnahen Geographie-Unterricht. Unsere Erfahrung, aber auch moderne Hilfsmittel im Schulzimmer ermöglichen es, spannende Phänomene und Sachverhalte noch anschaulicher darzustellen. Die Lernenden erwerben in einem ersten Schritt das notwendige Basiswissen in vielen geographischen Teilbereichen, wie etwa der Kartenlehre oder der Wetter- und Klimakunde. Später sollen die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten helfen, komplexe aktuelle Themen, welche die Menschen beschäftigen und bei denen sie häufig selber eine zentrale Rolle spielen, verstehen zu lernen.

Wir wollen am Ende der Geographieausbildung junge, gebildete Menschen verabschieden, die aufgeschlossen und mit Sachverstand in die Welt hinaustreten und mit ihren geographischen Werkzeugen umzugehen wissen, ganz egal, ob in einer Diskussion über die globale Rohstoffknappheit, ob in einer schriftlichen Stellungnahme zu den raumplanerischen Fehlleistungen einer Behörde, ob beim Lesen eines Zeitungsartikels zu einem Erdbeben im Wallis oder als stille Teilnehmer an einem Podiumsgespräch zum Thema Überfischung der Ozeane.